Hundeernährung: Ausgewogen barfen. TEIL 2: Wissenswertes über Muskelfleisch

Im ersten Teil meiner Blog-Serie „Ausgewogen barfen“ habe ich dir einen Überblick darüber gegeben, aus welchen Bestandteilen eine ausgewogene getreidefreie Barfration für einen gesunden Hund bestehen sollte. Hier, im zweiten Teil der Serie möchte ich dir Grundlegendes und Wissenswertes zum Muskelfleischanteil erzählen:

Muskelfleisch macht die Hälfte der tierischen Komponente bei Barf aus. Es liefert hochwertige Aminosäuren in optimaler Zusammensetzung für den Hund. Außerdem enthält es viele Nährstoffe: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Fett.

Der Fettanteil im Fleisch ist wichtig

Fett? Ja, der Fettgehalt im Fleisch ist wichtig! Er ist perfekt für die Energiegewinnung des Hundes geeignet (viel besser als Getreide/Kohlenhydrate!). Fett enthält sogenannte essenzielle Fettsäuren, also solche, die der Hund selbst nicht bilden kann. Deshalb sollte der Fettanteil im Muskelfleisch nie langfristig unter 15 % liegen. Auch bei übergewichtigen Hunden nicht. Hier ist es wichtig, die Gesamtfuttermenge im richtigen Verhältnis zueinander zu reduzieren und nicht nur den Fettgehalt des Fleisches.

Liegt der Fettanteil dauerhaft unter 15 %, muss der Körper zur Energiegewinnung auf die Eiweiße im Fleisch zurückgreifen. Das kann er zwar, jedoch belasten dabei Eiweißabbauprodukte wie Ammoniak den Stoffwechsel und können mit der Zeit sogar zu Leber- und Nierenschäden führen.

2-3 verschiedene Sorten Muskelfleisch füttern

Um den Hund mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen ist die Fütterung von 2 – 3 verschiedenen Sorten Muskelfleisch im Wechsel vorteilhaft. Allerdings sollten es nicht nur verschiedene Geflügelsorten, sondern tatsächlich verschiedene Tierarten wie beipielsweise Rind, Lamm und Huhn oder Pferd, Hirsch und Pute sein. Am Besten man mischt eher fettreiche mit mageren Fleischsorten.

Muskelfleischsorten die oft verfüttert werden sind zum Beispiel:
– Rindermuskelfleisch durchwachsen und mager
– Hirschmuskelfleisch (mager)
– Lammmuskelfleisch (fett)
– Hühnermuskelfleisch (mager)
– Putenmuskelfleisch (fett)
– Pferdefleisch (mager) und
– Kaninchenfleisch (mager)

Den Fettgehalt im Fleisch kontrollieren und anpassen

Der Fettgehalt bei den Barf-Lieferanten extrem unterschiedlich, daher muss man unbedingt auf die Angaben auf der Verpackung/im Shop (unter Nährwerte: „Rohfette“) achten und das Fleisch entsprechend mischen oder reines Fett zu magerem Muskelfleisch hinzufügen. Der Fettanteil im Muskelfleisch sollte zwischen 15 und 25 % liegen. Die Angaben zum Fett oben beziehen sich auf das Fleisch von Carne‘s Doggi.

Thiamiasefreier Fisch ist gesund

Auch Fisch wird zum Muskelfleischanteil gezählt. So ist es vorteilhaft (aber nicht zwingend nötig), wenn man eine Tagesration Muskelfleisch in der Woche durch Fisch wie Lachs, Forelle, Barsch oder andere thiaminasefreie Fische ersetzt.

Gebarfte Hunde trinken wenig

Muskelfleisch hat einen hohen Wasseranteil. Und auch die anderen Komponenten einer Barfration enthalten sehr viel Flüssigkeit. Gebarfte Hunde trinken deshalb sehr viel weniger als z.B. Hunde die mit Trockenfutter gefüttert werden. Das ist wichtig zu wissen, denn viele Halter erschrecken sich regelrecht, wenn ihr Hund plötzlich nicht mehr 1-2 Schüsseln Wasser am Tag trinkt, sondern nur noch ein paar Schlucke.

Ganze Fleischstücke halten länger satt

Kleiner Tipp noch: Für den Hund ist es besser ganze Fleischstücke zu bekommen als nur gewolftes Fleisch. Das bleibt länger im Magen und macht deshalb einfach länger „satt“. Hackfleisch und gewolftes Fleisch bieten durch die große Oberfläche nicht nur einen beliebten Nährboden für Bakterien. Wenn man es nicht selbst zerkleinert hat, weiß man nie genau aus wie viel hochwertigem Muskelfleisch es wirklich besteht.

TEIL 3 – Pansen und Blättermagen


yvonnebach

Yvonne Bach. Gesundes Futter und Tierhomöopathie.

Ich bin Yvonne Bach, Tierhomöopathin und Gründerin des Tierhomöopathie-Blog. In meinem Hofladen (77866 Rheinau) verkaufe ich BARF-Fleisch und Zusätze, unbehandelte Kauartikel aber auch hochwertiges Fertigfutter für Hunde und Katzen.

Futterberatungen und Barf-Planerstellungen biete ich regional und überregional per E-Mail-Kontakt an.

Schreib mich gerne an:
y.bach@tierheilpraxis-rheinau.de
Mehr Infos unter www.tierheilpraxis-rheinau.de


Mein Angebot:

Wenn du bereits roh fütterst, aber nicht sicher bist, ob dein Hund alle nötigen Nährstoffe erhält: Ich schaue ich mir deinen Futterplan gerne an, mache dir Verbesserungsvorschläge oder erstelle ggf. einen ausgewogenen Ernährungsplan.

Bist du dir nicht sicher ob du barfen sollst oder wie gut das bisherige Futter für dein Tier ist? Suchst du vielleicht eine Lösung zwischen BARF und Trockenfutter? Alles ist möglich. Kontaktiere mich gerne! Ich schaue mir dein bisheriges Futter an und berate dich ggf. wie du die Ernährung deines Hundes oder deiner Katze aufwerten kannst. Bei der Futterumstellung begleite ich dich gerne mit Tipps oder auch homöopathisch.

Mehr Infos dazu gibt es unter: https://www.tierheilpraxis-rheinau.de/leistungen-preise/

Fotos:
Portrait Yvonne Bach: Michael Rosenstiel, Offenburg
Futter: © panthermedia.net /Helma Spon

2 Gedanken zu “Hundeernährung: Ausgewogen barfen. TEIL 2: Wissenswertes über Muskelfleisch

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