Hundeernährung: Ausgewogen barfen. TEIL 1: Futterzusammensetzung

Dies ist der erste Teil einer Blog-Reihe zum Thema Barf. – „Häh? Wieso Barf? Ich denk, es geht um Tierhomöopathie.“

Richtig – aber eine gesunde ausgewogene Fütterung bildet schlicht die Basis eines gesunden Hundelebens. Deshalb habe ich Anfang 2018 meinen Schwerpunkt, die klassische Tierhomöopathie, durch Futterverkauf, Futterberatung und Barf-Planerstellung erweitert.

Die klassische Tierhomöopathie kann bei Verdauungsproblemen oder Unverträglichkeiten eine Futterumstellung auf ein hochwertiges Futter (und das muss nicht immer unbedingt Barf sein) hervorragend unterstützen. Anders herum unterstützt eine hochwertige frische Fütterung auch den Heilungsverlauf von Erkrankungen aller Art. Beides zusammen ergänzt sich also perfekt!

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Homöopathie und hochwertiges Futter ergänzen sich perfekt.

Du findest Barf bzw. Frischfütterung furchtbar kompliziert oder weißt nicht genau wie du die Ration für deinen Hund zusammenstellen sollst, damit nichts fehlt? Dann ist das hier für dich:

Die Barf-Zusammensetzung für einen gesunden Hund

Bei einem normalgewichtigen, gesunden Hund, berechnet man die Tagesration mit etwa 2-4% (je nach Größe und Aktivität) des Körpergewichts.

Eine ausgewogene getreidefreie Barf-Ration für den Hund setzt sich aus 80% tierischem und 20 % pflanzlichem Anteil zusammen:

Der tierische Anteil besteht aus:
– 50% durchwachsenem Muskelfleisch (mehr Infos zum Muskelfleischanteil)
– 20 % Pansen/Blättermagen
– 15 % gemischten Innereien und
– 15 % fleischigen Knochen.

Der pflanzliche Anteil besteht aus:
– 75 % Gemüse und
– 25 % Obst.

Dazu kommen noch wichtige Zusätze wie Öl, Seealgen und Salz. That’s it.

Wie? Das wars schon? Ja. Man kann natürlich auch noch unzählige weitere Zusätze / Kräuterchen / Nahrungsergänzungen füttern, diese sind aber im Grunde nicht nötig. Wenn die Gesamtration mit den oben genannten Komponenten korrekt berechnet und zusammengestellt ist, sind alle notwendigen Nährstoffe für den Hund enthalten.

Warum genau diese Zusammensetzung?

BARF wird heutzutage meist mit „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ übersetzt. Biologisch Artgerecht bedeutet beim Hund – Orientierung an der Ernährung des Wolfes, denn die Hunde-Verdauung ist noch genau so aufgebaut, wie die ihrer Vorfahren.

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Ein Bestandteil der ausgewogenen Barf-Ration ist der rohe fleischige Knochen (RFK), aus 50 % Fleisch und 50 % Knochen. Füttert man keine RFK, muss der Mahlzeit mehr Fleisch zugefügt und Calcium als Knochenmehl oder Calciumcitrat zugegeben werden.

Auch wenn die Verdauung der Hunde inzwischen große Mengen an Kohlenhydraten toleriert, ist das auf Dauer nicht gesund. Pflanzliches Eiweiß, wie es in den meisten Fertigfuttersorten massenhaft vorhanden ist, kann nicht effizient verdaut werden und belastet den Stoffwechsel. Mit den Jahren kann das zu Schäden der Leber und Nieren führen. ABER – auch eine einseitige Ernährung mit rohem Fleisch kann zu Mangelernährung und Organschäden führen. Denn der Wolf ist ein Beutefresser.

Bei BARF wird das Beutetier „nachgebaut“

Anders als bei anderen Formen der Rohfütterung wird bei BARF allerdings nicht das ganze tote Beutetier, so wie es ist – also mit Fell, Darm, Mageninhalt, allen Organen, Knochen und Blut – verfüttert. Sondern man baut die Nährstoffe der Wolfs-Ernährung mit Einzelkomponenten nach. Ein Wolf frisst z.B. auch Gräser, Beeren, Kräuter und Kot von Pflanzenfressern – auch dann, wenn er genug Beutetiere erjagen kann. Dieser Anteil an Rohfaser muss in der Ernährung ebenfalls berücksichtigt werden. Deshalb müssen bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten bestimmte Regeln beachtet werden müssen. Denn nur so sind alle benötigten Nährstoffe ausreichend enthalten.

Ein paar Regeln müssen beachtet werden

Neben der richtigen Zusammensetzung der einzelnen Grundzutaten (also Muskelfleisch, Pansen, Innereien, rohe fleischige Knochen und dem Gemüse/Obst) muss zum Beispiel das verschobene Fettsäuren-Profil eines Futtertieres aus Stallhaltung berücksichtigt und ggf. mit bestimmten Ölen ausgeglichen werden (es sei denn man füttert nur Bio-Fleisch aus Weidehaltung). Die Öle sollten mit Vitamin E angereichtert werden. Wenn man kein Blut füttert, sollte man 1-2 Prisen Salz wöchentlich zugeben, und so weiter …

Wenn man Grundkomponenten weglässt, muss man andere Dinge anpassen/dazufüttern, damit die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen gewährleistet bleibt (z.B. ohne Knochenfütterung, ohne Fütterung von Innereien, ohne Pansen/Blättermagen).

Was es bei den einzelnen Komponenten genau zu beachten gibt, erfährst du mit jedem weiteren Teil dieser Blog-Reihe:

TEIL 2 – Wissenswertes über Muskelfleisch


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Yvonne Bach. Gesundes Futter und Tierhomöopathie.

Ich bin Yvonne Bach, Tierhomöopathin und Gründerin des Tierhomöopathie-Blog. In meinem Hofladen (in 77866 Rheinau) verkaufe ich BARF-Fleisch und Zusätze, unbehandelte Kauartikel aber auch hochwertiges Fertigfutter für Hunde und Katzen.

Futterberatungen und Barf-Planerstellungen biete ich regional und überregional per E-Mail-Kontakt an.

Interesse? Schreib mir gerne:
y.bach@tierheilpraxis-rheinau.de
Mehr Infos unter www.tierheilpraxis-rheinau.de


Mein Angebot:

Wenn du bereits roh fütterst, aber nicht sicher bist, ob dein Hund alle nötigen Nährstoffe erhält: Ich schaue ich mir deinen Futterplan gerne an, mache dir Verbesserungsvorschläge oder erstelle ggf. einen ausgewogenen Ernährungsplan.

Bist du dir nicht sicher ob du barfen sollst oder wie gut das bisherige Futter für dein Tier ist? Suchst du vielleicht eine Lösung zwischen BARF und Trockenfutter? Alles ist möglich. Kontaktiere mich gerne! Ich schaue mir dein bisheriges Futter an und berate dich ggf. wie du die Ernährung deines Hundes oder deiner Katze aufwerten kannst. Bei der Futterumstellung begleite ich dich gerne mit Tipps oder auch homöopathisch.

Mehr Infos dazu gibt es unter: https://www.tierheilpraxis-rheinau.de/leistungen-preise/

 

Fotos:
Portrait Yvonne Bach: Michael Rosenstiel, Offenburg
Titelbild: © panthermedia.net /Helma Spon,
Hund mit rohem fleischigen Knochen: © Bildagentur PantherMedia  / 

3 Gedanken zu “Hundeernährung: Ausgewogen barfen. TEIL 1: Futterzusammensetzung

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